Neues und Lesenswertes (vor allem in Zeiten wie diesen)

Zuzana Husárová, Hyper. Gedichte. Deutsch/Slowakisch. hochroth Leipzig 2021

Zuzana Husárová hält sich nicht an Grenzen, Begrenzungen oder vorgesehene Formen; Schritt für Schritt überschreitet sie den Rahmen, experimentiert: mit Genres, Klang, Formen, Medien und Technologien.

Hyper drückt die Überschreitung des normalen Maßes aus und ist eine vor allem im wissenschaftlichen Bereich sehr produktive Vorsilbe griechischen Ursprungs. Hyper. Hyper. Hier fängt die Reise an, sie geht in viele Richtungen, aber in jeder Hinsicht: darüber hinaus.

bestellbar in jeder Buchhandlung oder via hochroth.de


Jan Škrob, off topic. Gedichte. Deutsch/Tschechisch. hochroth Leipzig 2020.

Jan Škrob proklamiert, donnert mit dem Gestus einer Rapper*in und der Stimme einer prophetischen
Schaman*in – der Dichter gilt als eine der großen literarischen Entdeckungen der letzten Jahre.

In seinem neuen Gedichtband „off topic“ bringt Jan Škrob christliche Symbolik mit linksradikalen Motiven zusammen – in einem bestechenden Rhythmus, dem man sich nicht entziehen kann.“ Julia Schmitz auf Jádu

bestellbar in jeder Buchhandlung oder via hochroth.de


Adam Borzič – Dějiny nitě / Die Geschichte des Fadens. Gedichte. Deutsch/Tschechisch. Ketos Verlag 2020

Cover „Die Geschichte des Fadens“, © Ketos Verlag

Wie erscheint die Linie der Gegenwart vor dem Faden der Unendlichkeit? Was sind Dämonen aus Hass und Hässlichkeit vor dem Ozean aus Schönheit und Gott? Der leidenschaftliche, poetisch-mystische Dichter Adam Borzič schreibt mit orphischem Ernst. Und er scheut niemals den Versuch, alles zu umfassen: das Weltall um uns und in uns. Seine bilder- und anspielungsreichen, lautmalerischen Gedichte sind eine Beschwörung der Menschlichkeit, die verlorenzugehen droht.

online-Lesung im Rahmen von Komm! ins Offene >> auf dem Youtube-Kanal


Tereza Semotamová: Im Schrank, Voland & Quist 2019

Cover „Im Schrank“, © Voland & Quist Verlag

Eine junge Frau zieht in einen Schrank. Ausgedient und knarzig steht er in einem Prager Hinterhof, der Winter naht. Es ist ihr Raum. Und es ist der radikale Entschluss, sich allen Zwängen, auch aller Geborgenheit zu entziehen, das Resultat zu vieler missglückter Anpassungsversuche.

Tereza Semotamová rekonstruiert die mal absurden, mal bitteren Episoden jener Suche nach dem eigenen Weg in einer Welt, in der niemand mehr genau weiß, wo es eigentlich lang geht.


Petr Hruška: Irgendwohin nach Haus, edition Azur 2019

Cover © edition AZUR

»In der zweisprachigen Ausgabe wird ein Schriftsteller sichtbar, der in den entlegensten Winkeln nach Schönheit sucht, die sprachlich gefasst und doch ungemein bildhaft erscheint. Die Bilder sind klar und unverstellt und eröffnen dennoch einen Assoziationsraum von imponierender Weite.« SWR-Bestenliste April 2019